Workshop “Wer ist “wir”

Teilnahme am Workshop „Wer ist „wir“? Gesellschaftliche Heterogenität und Homogenitätsvorstellungen in Geschichte und Gegenwart“

Am Donnerstag, dem 13. September 2018, besuchten wir das Workshop-Angebot „Wer ist „wir“? Gesellschaftliche Heterogenität und Homogenitätsvorstellungen in Geschichte und Gegenwart“ des Projekts „Zusammenleben neu gestalten“ der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. Der Workshop wurde gemeinsam mit dem International Tracing Service (ITS) entwickelt. Die Referenten waren Christa Kaletsch und Manuel Glittenberg.

Durch die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte sollte in dem Workshop dazu beigetragen werden das Bild von der deutschen Gesellschaft und ihrer (fort-)bestehenden heterogenen Verfasstheit zu schärfen und Homogenitätsvorstellungen in Geschichte und Gegenwart kritisch zu betrachten. Dadurch sollte für die Auseinandersetzung mit den gegenwärtig geführten Diskussionen zum Thema Flucht und Menschenrechte wichtige Impulse gegeben und Erkenntnisse im Hinblick auf die Wahrung der Würde des Menschen und des Rechts auf Selbstbestimmung deutlich gemacht werden.

Dazu wurden Elemente der historischen Bildung mit demokratiepädagogischen und menschenrechtsbasierten Methoden kombiniert. Es galt eigene Vorstellungen zum Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft zu entwickeln und einzubringen.

                                                                                                                                                                                                                                                        

Der Workshop fand in einer sehr dichten und intensiven Arbeitsatmosphäre statt. Eigenes Erarbeiten von Fragestellungen in Kleingruppen wurde immer wieder abgelöst durch Diskussionen im Plenum und inhaltlichen Inputs der beiden Referenten. Dabei wurden auch verschiedene Möglichkeiten der Darstellung und Erarbeitung genutzt. Herauszuheben ist dabei das Arbeiten mit Kopien von Originaldokumenten von Verfolgten im nationalsozialistischen Deutschland, anhand derer deren Biographie extrapoliert wurde.  Damit wurden die Aspekte des systematischen Entzugs von menschlicher Würde, Selbstbestimmung und Menschenrechten herausgearbeitet, wie auch Homogenitätsvorstellungen, die auch über den Nationalsozialismus hinaus weiter wirksam waren.

Wir konnten vieles aus diesem sehr interessanten Workshop mitnehmen, sei es sowohl inhaltlicher wie auch methodischer Art. Wichtig war es für uns auch, dass wir auch mit anderen Akteuren der demokratischen Bildungsarbeit, Migrantenorganisationen und Flüchtlingsarbeit in Kontakt, Diskussion und Austausch über die oben benannten Aspekte treten konnten.